Wir im Osten hier jammern über alles und jeden.
Ja, das ist auch hier in Brandenburg merklich. Was mir wirklich auffällt ist die Hetze gegen Ausländer, allerdings nur gegen die anderer Ethnien. Dabei wohnen hier so viel weniger Leute mit Migrationshintergrund, als z.B. in Hamburg. Wer aktzeptiert ist, sind die Miarbeiter der Döner-Läden.
Das hat mE aber sehr viel mit dem West/Ost-Lohngefälle und dem dadurch resultierenden Neid und tatsächlich Missgunst. Wer kann, arbeitet möglichst in Berlin oder Potsdam und nimmt dafür 1h Fahrzeit in Kauf (pro Weg), es denn er ist staatlich angestellt. Das kann einen Lohnunterschied von >1000,- EUR/Monat ausmachen. Die Menschen hier fühlen sich wirklich abgehängt und durch Arbeit ist es schwer auf einen (satt-)grünen Zweig zu kommen. Allerdings wird gewünscht, dass alles so bleibt wie es ist, nur eben mit einem besseren Lebensstandard. Und da man den nicht so wirklich hat, wird 'der Wessi', 'der (sichtbare) Ausländer' und/oder inzwischen auch 'der Staat' verantwortlich gemacht. Diejenigen die wirklich etwas ändern wollen, sind weggezogen. Da das eine ganze Menge sind, ist der prozentuale Anteil an blaunen Anhängern im Osten deutlich höher. Nicht zu vergessen, dass es hier 40 Jahre länger eine autoritäre Regierung gab, es keine '68er gab und damit der Autoritarismus soziologisch überlegt. Die '68er des Ostens war der Mauerfall, den Westdeutschland dann okkupiert hat. Damit gab es keine wirkliche Emanzipation im Osten. Das Ergebnis davon sehen wird heute.
kein exklusives Problem des Ostens ist.
Nein, aber hier (quasi ehemaliger Mittelpunkt der DDR) ist es echt arg. Meine Nachbarin hatte als stellvertrende Leiterin eines Supermarkts am Monatsend ~1600,- EUR Netto. Dann kam der Mindestlohn und ihre Arbeitszeit wurde so gekürzt, dass sie beim gleichen Netto-Betrag blieb. Nun hat sie nen anderen Job und verdient 1,00 EUR/Stunde über Mindestlohn.
Mit der Wiedervereinigung wurde das nationale Fördersystem faktisch 1:1 auf den Osten übertragen.
Ja, was Kohl so alles verbrochen hat, geht ja auch auf keine Kuhhaut. Ein großer Teil, der in den Osten gepumpt wurde, stand im Westen nicht mehr zur Verfügung. Frag mal die Ostfriesen. Aber trotz der ganzen Umverteilung in den Osten, ist ein deutlicher Abstand noch immer da, gerade im ländlichen Raum. Aber die 40 Jahre Trennung kannst du nicht in 40 Jahren wieder aufholen. Das Saarland wurde am 1. Januar 1957 wieder angegliedert. Selbst diese 12 Jahre haben das 3-fache an Zeit gebraucht um 'gleich' zu sein. Der Osten ist dabei auch noch deutlich größer.
Auch "wir hier" hätten allen Grund zum Jammern, könnten uns benachteiligt ...
Ja. Die Entwicklung im Westen wurde deutlich verlangsamt und etwas 'genommen'. Doch die westdeutsche Bevölkerung ist tatsächlich anders und jammert nicht so wie die östliche. Das Jammern muss man auch im historischen Kontext sehen. Hier ist quasi die Wiege der Preußen. Die haben all die Generationen über wahnsinnig starke Verlustängste, die sich bis heute in der Mentalität der Bevölkerung wiederspiegeln. Der WW2 und die '68er haben das mE der Bevölkerung im Westen ausgetrieben, im Osten hat das 'überlebt', ebenso wie das Verhalten gegenüber 'Obrigkeit' wie Staat, Politik und selbst Akademiker.
Das war ein richtiger Kulturschock für mich (der noch immer festsitzt), als ich hergezogen bin. Es ist wie ein anderes Land, in dem aber die gleiche Sprache gesprochen wird.
Ach, Frau Reiche kann ja plötzlich "Sozialismus". Gut, dass ich meinen Blutdruckmesser nicht dabei habe.
😤😡🤮
Reiche will einen Mietendeckel für Windradflächen
https://taz.de/Reform-der-Energiegesetze/!6218081/
Jaaa, hauptsache gegen die EEG. Aber wie Robert Habeck das gemacht hat und mehr Flächen für Windenergie ausweisen müssen, um as Angebot zu vergrößern, geht naatürlich gar nicht. Das wäre ja ... ja, was wäre das denn? Kapitalismus? Grüne Politik? Vernünftige Wirtschaftspolitik?
Dann lieber Deckeln und auch bestehende Pachtverträge regulieren
Gut, dass ich meinen Blutdruckmesser nicht dabei habe
Meins ist jetzt kaputt. 😞 😫 😭
Rechtsextremer AfD-Politiker ist Landtagspräsident von Sachsen-Anhalt
Tobias Rausch wurde mit 48 Stimmen gewählt – neun Stimmen mehr als die AfD-Fraktion Mandate hat.
https://www.zeit.de/politik/deutschland/2026-10/landtag-sachsen-anhalt-konstituierung-afd-bsw-live
Der erste rechtsextreme Parlamentspräsident seit 1945 ist im Amt. "Nie wieder" ist Geschichte.
Sven Schulze kann sich wohl nach einem neuen Job umsehen, so wie ihm seine Parteikollegen (oder nun eher Parteikameraden) in den Rücken gefallen sind.
Und der blaune Mob applaudiert.
Oh Mann, es gibt Tage, da will mein Frühstück nicht in mir bleiben,
Genug Internet für heute
Sven Schulze kann sich wohl nach einem neuen Job umsehen
Das ist das Mindeste, was ich als Reaktion erwarte. Ein Statement vom Bundeskanzler wäre vielleicht auch nett, oder, noch besser: eine klare Ansage und kein Betroffenheitsgeschwurbel. Und das bitte noch heute.
Die Zeit rennt.
Kein Internet oder doch? Frische Luft oder nicht? Drogen sind auch keine Lösung.
Doch. Fenster auf. Doch.
Das ist das Mindeste, was ich als Reaktion erwarte. Ein Statement vom Bundeskanzler wäre vielleicht auch nett, oder, noch besser: eine klare Ansage und kein Betroffenheitsgeschwurbel. Und das bitte noch heute.
Darauf bin ich auch gespannt. Wenn gar nichts kommt, dann ist die Union in allen Belangen komplett unten durch.
Merz wird sich weiterhin Zeit nehmen.
Hab noch mal das ganze Internet neu geladen.
Ja, das scheint kaputt zu sein.
Thorsten Frei hat schon erklärt "Es könnte jeder gewesen sein". Da wird von Merz nichts mehr kommen.
Es ist jetzt aber klar, dass die CDU keine verlässliche demokratische Partei mehr ist und nicht davor scheut Rechtsextreme in Ämter zu verhelfen. Wer CDU wählt, wählt quasi AfD.
@HerrLehmann Dafür brauchst du den Artikel hinter der Paywall nicht zu lesen.
https://www.zeit.de/politik/deutschland/2026-10/landtag-sachsen-anhalt-konstituierung-afd-bsw-live
AfD und CDU haben eine Kuhhandel gemacht. Wenn Rausch und Tillschneider gewählt werden, dann kommt auch der CDU Kandidat durch. Deswegen war die Wahl Tillschneiders auch vor der Wahl Borcherts.
Der CDU-Politiker Carsten Borchert wurde vom Parlament mit einer deutlichen Mehrheit gewählt.
64 Abgeordnete stimmten für Borchert, 17 gegen ihn.
Das bedeutet, dass die recht viele AfD-Abgeordnete Borchert gewählthaben. Bei der SPD brauchte die AfD gar nicht erst anklopfen. Da sind die mE standhaft. Und siehe da, es gab auch Gegenstimmen jenseits von AfD und BSW
Der SPD-Kandidat für das Amt des Vizelandtagspräsidenten wurde nicht gewählt.
48 Abgeordnete stimmten gegen Armin Willingmann, 33 für ihn. Eine Stimme war ungültig.
Es kann schon sein, dass die BSW-Vögeln die Wahrheit bzgl. Tillschneider gesagt und ihn nicht gewählt haben. Das würde sehr gut ins Bild passen. Und da die CDU etwas anderes gemacht hat, als Sven Schulze angekündigt hat (siehe Enthaltungen), liegt es nahe, dass CDU-Abgeordnete 2x Steigbügelhalter waren.
Die Quintessenz ist: Selbst bei elementaren Entscheidungen für unsere Demokratie, ist auf die CDU ist kein Verlass.
Ein Statement vom Bundeskanzler wäre vielleicht auch nett, oder, noch besser: eine klare Ansage und kein Betroffenheitsgeschwurbel.
Von dem erwarte ich garnichts mehr, ausser, dass er sich endlich in den Ruhestand begibt!
Merz wird seine betriebswirtschaftlichen 'Reformen' machen, ohne Rücksicht auf die Bevölkerung und möglichst ohne Änderungen. Also weiter wie bisher, und den Leuten etwas anderes erzählen. Er ist jetzt schon verbrannt (wahrscheinlich merkt er das noch nicht einmal selber) und wird während seines stoischen 'weiter so' verglühen.
Kaum jemand äußerte sich zum Tabubruch in Sachsen-Anhalt. Und wenn, dann stellte man sich dumm und verwies darauf, dass die Wahl schließlich geheim gewesen sei. Bundeskanzler Friedrich Merz äußert sich mal wieder nicht.
Das haben wir gestern schon selber feststellt. Dass Merz einfach schweigt, zeigt wie wenig Führungsstärke und Autorität er in der CDU hat. Nicht die Wahlergebnissen in Sachsen-Anhalt und Meck-Pom sind so gravieren, wie das Lamentieren von Frei und das Schweigen von Merz. Das wird die CDU, mE unaufhaltsam, zerreissen, da dieser (Tabu-)Bruch gemacht wurde. Er ist nicht passiert, eingetreten oder war auf einmal da. Er wurde aktiv, bewusst und absichtlich vollzogen.
Die politische Landschaft hat sich geändert.
Merz wird zum Totengräber der CDU.
Friedrich Merz nehme notfalls einen Koalitionsbruch in Kauf.
Ja, so ist er halt. Dieser Typ merkt einfach gar nichts. Wenn der so weiter macht, fliegt das nicht nur ihm sondern uns allen um die Ohren.
Seit gestern ist jedoch klar, lieber jetzt als in einem Jahr. In einem Jahr oder an Ende dieser Legislatur wird die Union bei einer Bundestagswahl einen wahrlich schwarzen Tag erleben.
