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thoenix
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(@thoenix)
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Veröffentlicht von: @herrlehmann
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Wir im Osten hier jammern über alles und jeden.

Ja, das ist auch hier in Brandenburg merklich. Was mir wirklich auffällt ist die Hetze gegen Ausländer, allerdings nur gegen die anderer Ethnien. Dabei wohnen hier so viel weniger Leute mit Migrationshintergrund, als z.B. in Hamburg. Wer aktzeptiert ist, sind die Miarbeiter der Döner-Läden.

Das hat mE aber sehr viel mit dem West/Ost-Lohngefälle und dem dadurch resultierenden Neid und tatsächlich Missgunst. Wer kann, arbeitet möglichst in Berlin oder Potsdam und nimmt dafür 1h Fahrzeit in Kauf (pro Weg), es denn er ist staatlich angestellt. Das kann einen Lohnunterschied von >1000,- EUR/Monat ausmachen. Die Menschen hier fühlen sich wirklich abgehängt und durch Arbeit ist es schwer auf einen (satt-)grünen Zweig zu kommen. Allerdings wird gewünscht, dass alles so bleibt wie es ist, nur eben mit einem besseren Lebensstandard. Und da man den nicht so wirklich hat, wird 'der Wessi', 'der (sichtbare) Ausländer' und/oder inzwischen auch 'der Staat' verantwortlich gemacht. Diejenigen die wirklich etwas ändern wollen, sind weggezogen. Da das eine ganze Menge sind, ist der prozentuale Anteil an blaunen Anhängern im Osten deutlich höher. Nicht zu vergessen, dass es hier 40 Jahre länger eine autoritäre Regierung gab, es keine '68er gab und damit der Autoritarismus soziologisch überlegt. Die '68er des Ostens war der Mauerfall, den Westdeutschland dann okkupiert hat. Damit gab es keine wirkliche Emanzipation im Osten. Das Ergebnis davon sehen wird heute.


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(@herrlehmann)
Beigetreten: Vor 2 Monaten

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@thoenix 

Allerdings wird gewünscht, dass alles so bleibt wie es ist, nur eben mit einem besseren Lebensstandard.

Das erinnert mich aber stark an die 90er, und jetzt schreiben wir das Jahr 2026. Ich behaupte, dass das sogar schon 1989 für manche der eigentliche Antrieb war, "wir sind das Volk" zu skandieren, nicht die humanistischen Ziele der Bürgerrechtsbewegung.

Und da man den nicht so wirklich hat, wird 'der Wessi', 'der (sichtbare) Ausländer' und/oder inzwischen auch 'der Staat' verantwortlich gemacht

Anekdote dazu: ich bin schon 1988 in Budapest lautstark als "Scheiß-Wessi" beschimpft worden, weil ich keine Ost-Mark gegen Devisen eintauschen wollte, schwarz auf offener Straße.

Aber zurück zum Thema. 

Die '68er des Ostens war der Mauerfall, den Westdeutschland dann okkupiert hat

"Kommt die D-Mark, bleiben wir; kommt sie nicht, geh'n wir zu ihr" lautete 1990 die Losung, "der Osten" hatte die Wahl zwischen Lafontaine und Kohl. Das Ergebnis ist bekannt, und:

Damit gab es keine wirkliche Emanzipation im Osten

Richtig. Und da stellt sich mir die Frage, ob die wirklich gewollt ist - von denen, die geblieben sind und blau wählen.

Das alles ändert aber nichts daran, dass

durch Arbeit ist es schwer auf einen (satt-)grünen Zweig zu kommen. 

kein exklusives Problem des Ostens ist.

"Gerne" greife ich dazu auf das Beispiel Duisburg zurück:

https://rp-online.de/nrw/staedte/duisburg/studie-kaufkraft-warum-duisburg-fast-schlusslicht-ist_aid-146725391

Die Menschen in Duisburg haben im bundesweiten Vergleich besonders wenig Kaufkraft. Das geht aus einem aktuellen Ranking des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) hervor. Darin belegt die Stadt den drittletzten Platz unter 400 Kreisen und kreisfreien Städten. 

Interessanterweise ist neben dem Strukturwandel in den 80ern auch die Wiedervereinigung eine Ursache für den "Verfall" des Ruhrgebiets:

Hier eine KI-Zusammenfassung von Google:

Übersicht mit KI

 

Der fundamentale Wandel in der deutschen Förderpolitik fand genau zur Wendezeit (1989/1990) statt, weshalb die Weichenstellungen der späten 1980er Jahre direkt mit dem „Aufbau Ost“ kollidierten. 
Während das Ruhrgebiet in den 1980er Jahren mitten in einer tiefen Strukturkrise steckte (Massenentlassungen in der Montanindustrie, Stahlkrise), wurden ab 1990 die bundesweiten Fördergelder fast vollständig in die neuen Bundesländer umgeleitet. 
1. Die Umlenkung der Bundesmittel (Ab 1990)
In den späten 1980er Jahren wurde die staatliche Regionalförderung (insb. die Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“, GRW) stark ausgebaut, um das Ruhrgebiet beim Übergang zur Dienstleistungs- und Wissensgesellschaft zu unterstützen. 
  • Der Bruch 1990: Mit der Wiedervereinigung wurde das nationale Fördersystem faktisch 1:1 auf den Osten übertragen.
  • Die Verteilung: In den Folgejahren flossen fast 90 Prozent aller GRW-Mittel nach Ostdeutschland. Dem hochverschuldeten Ruhrgebiet fehlten dadurch genau die Bundeszuschüsse, die für den Aufbau neuer Industrien und Branchen (abseits der reinen Abfederung des Zechensterbens) notwendig gewesen wären. [1

 

Um den Kreis zu schließen könnte man sagen: Auch "wir hier" hätten allen Grund zum Jammern, könnten uns benachteiligt und abgehängt fühlen und und und und und. Ich bin ehrlich gesagt froh, dass das nicht der allgemeine Grundtenor hier ist. Was aber nicht darüber hinwegtäuscht, dass die AfD mittlerweile in Duisburg oder in Gelsenkirchen die zweitstärkste  Kraft ist.


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thoenix
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(@thoenix)
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Beigetreten: Vor 2 Monaten

kein exklusives Problem des Ostens ist.

Nein, aber hier (quasi ehemaliger Mittelpunkt der DDR) ist es echt arg. Meine Nachbarin hatte als stellvertrende Leiterin eines Supermarkts am Monatsend ~1600,- EUR Netto. Dann kam der Mindestlohn und ihre Arbeitszeit wurde so gekürzt, dass sie beim gleichen Netto-Betrag blieb. Nun hat sie nen anderen Job und verdient 1,00 EUR/Stunde über Mindestlohn.

Mit der Wiedervereinigung wurde das nationale Fördersystem faktisch 1:1 auf den Osten übertragen.

Ja, was Kohl so alles verbrochen hat, geht ja auch auf keine Kuhhaut. Ein großer Teil, der in den Osten gepumpt wurde, stand im Westen nicht mehr zur Verfügung. Frag mal die Ostfriesen. Aber trotz der ganzen Umverteilung in den Osten, ist ein deutlicher Abstand noch immer da, gerade im ländlichen Raum. Aber die 40 Jahre Trennung kannst du nicht in 40 Jahren wieder aufholen. Das Saarland  wurde am 1. Januar 1957 wieder angegliedert. Selbst diese 12 Jahre haben das 3-fache an Zeit gebraucht um 'gleich' zu sein. Der Osten ist dabei auch noch deutlich größer.

Auch "wir hier" hätten allen Grund zum Jammern, könnten uns benachteiligt ...

Ja. Die Entwicklung im Westen wurde deutlich verlangsamt und etwas 'genommen'. Doch die westdeutsche Bevölkerung ist tatsächlich anders und jammert nicht so wie die östliche. Das Jammern muss man auch im historischen Kontext sehen. Hier ist quasi die Wiege der Preußen. Die haben all die Generationen über wahnsinnig starke Verlustängste, die sich bis heute in der Mentalität der Bevölkerung wiederspiegeln. Der WW2 und die '68er haben das mE der Bevölkerung im Westen ausgetrieben, im Osten hat das 'überlebt', ebenso wie das Verhalten gegenüber 'Obrigkeit' wie Staat, Politik und selbst Akademiker.

Das war ein richtiger Kulturschock für mich (der noch immer festsitzt), als ich hergezogen bin. Es ist wie ein anderes Land, in dem aber die gleiche Sprache gesprochen wird.

 

 


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(@herrlehmann)
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@thoenix 

Die haben all die Generationen über wahnsinnig starke Verlustängste, die sich bis heute in der Mentalität der Bevölkerung wiederspiegeln

Ja aber gerade dann ist für mich nicht nachvollziehbar, wieso Russland in den blauen Köpfen der Freund ist. Schließlich hat die Sowjetunion die ostdeutsche Wirtschaft durch die Reparationen enorm geschwächt. Natürlich könnte man das als "Geschichte" abtun. Das müsste dann aber auch für die Abwicklung durch die Treuhand gelten.


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(@herrlehmann)
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Ach, Frau Reiche kann ja plötzlich "Sozialismus". Gut, dass ich meinen Blutdruckmesser nicht dabei habe.

😤😡🤮

Reiche will einen Mietendeckel für Windradflächen

https://taz.de/Reform-der-Energiegesetze/!6218081/


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thoenix
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(@thoenix)
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Jaaa, hauptsache gegen die EEG. Aber wie Robert Habeck das gemacht hat und mehr Flächen für Windenergie ausweisen müssen, um as Angebot zu vergrößern, geht naatürlich gar nicht. Das wäre ja ... ja, was wäre das denn? Kapitalismus? Grüne Politik? Vernünftige Wirtschaftspolitik?

Dann lieber Deckeln und auch bestehende Pachtverträge regulieren

Veröffentlicht von: @herrlehmann
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Gut, dass ich meinen Blutdruckmesser nicht dabei habe

Meins ist jetzt kaputt. 😞 😫 😭 


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Sheikyerbouti
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(@sheikyerbouti)
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(@herrlehmann)
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Rechtsextremer AfD-Politiker ist Landtagspräsident von Sachsen-Anhalt

Tobias Rausch wurde mit 48 Stimmen gewählt – neun Stimmen mehr als die AfD-Fraktion Mandate hat.

https://www.zeit.de/politik/deutschland/2026-10/landtag-sachsen-anhalt-konstituierung-afd-bsw-live

https://www.spiegel.de/politik/deutschland/sachsen-anhalt-magdeburg-so-laeuft-die-erste-sitzung-im-neuen-landtag-a-1b6b0b10-0759-4e62-a595-4b43aa6bad11

https://taz.de/Liveticker-zu-Sachsen-Anhalt-Erster-AfD-Parlamentspraesident-der-Geschichte-wird-gewaehlt/!6219259/

 

Der erste rechtsextreme Parlamentspräsident seit 1945 ist im Amt. "Nie wieder" ist Geschichte.

 

 


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thoenix
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(@thoenix)
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Sven Schulze kann sich wohl nach einem neuen Job umsehen, so wie ihm seine Parteikollegen (oder nun eher Parteikameraden) in den Rücken gefallen sind.

Und der blaune Mob applaudiert.


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Sheikyerbouti
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(@herrlehmann)
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@sheikyerbouti 

Ich weiß noch nicht, wie ich den Tag am besten verarbeite. Kein Internet oder doch? Frische Luft oder nicht? Drogen sind auch keine Lösung.


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(@herrlehmann)
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Sven Schulze kann sich wohl nach einem neuen Job umsehen

Das ist das Mindeste, was ich als Reaktion erwarte. Ein Statement vom Bundeskanzler wäre vielleicht auch nett, oder, noch besser: eine klare Ansage und kein Betroffenheitsgeschwurbel. Und das bitte noch heute.

Die Zeit rennt.

https://afd-gutachten.de/

 


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thoenix
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(@thoenix)
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Veröffentlicht von: @herrlehmann
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Kein Internet oder doch? Frische Luft oder nicht? Drogen sind auch keine Lösung.

Doch. Fenster auf. Doch.

Veröffentlicht von: @herrlehmann
↑

Das ist das Mindeste, was ich als Reaktion erwarte. Ein Statement vom Bundeskanzler wäre vielleicht auch nett, oder, noch besser: eine klare Ansage und kein Betroffenheitsgeschwurbel. Und das bitte noch heute.

Darauf bin ich auch gespannt. Wenn gar nichts kommt, dann ist die Union in allen Belangen komplett unten durch.

Merz wird sich weiterhin Zeit nehmen.


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(@herrlehmann)
Beigetreten: Vor 2 Monaten

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@thoenix 

Seit heute gibt es keinen Grund mehr, die CDU zu wählen, um die AfD zu verhindern. Selbst für die nicht, die geglaubt haben, dass die CDU das schaffen könnte. Jetzt noch die CDU zu wählen bedeutet, auf eine schwarz-blaue (oder eher sogar blau-schwarze) Regierung zu hoffen.

Ich erwarte vom Bundeskanzler aber nicht nur ein Statement aus parteipolitischen Gründen, sondern als Staatsmann, als Bundeskanzler der Republik Deutschland.

Doch. Fenster auf. Doch.

Ist schon. Ändert sich nix. Hab noch mal das ganze Internet neu geladen.


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thoenix
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(@thoenix)
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Veröffentlicht von: @herrlehmann
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Hab noch mal das ganze Internet neu geladen.

Ja, das scheint kaputt zu sein.

Thorsten Frei hat schon erklärt "Es könnte jeder gewesen sein". Da wird von Merz nichts mehr kommen.

Es ist jetzt aber klar, dass die CDU keine verlässliche demokratische Partei mehr ist und nicht davor scheut Rechtsextreme in Ämter zu verhelfen. Wer CDU wählt, wählt quasi AfD.


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(@herrlehmann)
Beigetreten: Vor 2 Monaten

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@thoenix 

Die CDU ist eine Partei, die einem Verbotsantrag gegen die AfD im Weg steht, und:

nicht davor scheut Rechtsextreme in Ämter zu verhelfen

 

Thorsten Frei hat schon erklärt "Es könnte jeder gewesen sein".

Darauf habe ich schon den halben Tag gewartet. 

 

Edit: Die Zeit meldet gerade, dass es Hinweise auf einen Deal mit Vertretern der CDU gibt. Leider hinter einer Paywall.

https://www.zeit.de/politik/deutschland/2026-10/cdu-afd-sachsen-anhalt-landtag-absprachen-deal


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thoenix
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(@thoenix)
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@HerrLehmann Dafür brauchst du den Artikel hinter der Paywall nicht zu lesen.

https://www.zeit.de/politik/deutschland/2026-10/landtag-sachsen-anhalt-konstituierung-afd-bsw-live

AfD und CDU haben eine Kuhhandel gemacht. Wenn Rausch und Tillschneider gewählt werden, dann kommt auch der CDU Kandidat durch. Deswegen war die Wahl Tillschneiders auch vor der Wahl Borcherts. 

Der CDU-Politiker Carsten Borchert wurde vom Parlament mit einer deutlichen Mehrheit gewählt.

64 Abgeordnete stimmten für Borchert, 17 gegen ihn.

Das bedeutet, dass die recht viele AfD-Abgeordnete Borchert gewählthaben. Bei der SPD brauchte die AfD gar nicht erst anklopfen. Da sind die mE standhaft. Und siehe da, es gab auch Gegenstimmen jenseits von AfD und BSW

Der SPD-Kandidat für das Amt des Vizelandtagspräsidenten wurde nicht gewählt.

48 Abgeordnete stimmten gegen Armin Willingmann, 33 für ihn. Eine Stimme war ungültig.

Es kann schon sein, dass die BSW-Vögeln die Wahrheit bzgl. Tillschneider gesagt und ihn nicht gewählt haben. Das würde sehr gut ins Bild passen. Und da die CDU etwas anderes gemacht hat, als Sven Schulze angekündigt hat (siehe Enthaltungen), liegt es nahe, dass CDU-Abgeordnete 2x Steigbügelhalter waren.

Die Quintessenz ist: Selbst bei elementaren Entscheidungen für unsere Demokratie, ist auf die CDU ist kein Verlass.


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truck676
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Veröffentlicht von: @herrlehmann
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Ein Statement vom Bundeskanzler wäre vielleicht auch nett, oder, noch besser: eine klare Ansage und kein Betroffenheitsgeschwurbel.

Von dem erwarte ich garnichts mehr, ausser, dass er sich endlich in den Ruhestand begibt!


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(@herrlehmann)
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@truck676 

Es wäre trotzdem "nett", wenn er vorher noch das eine oder andere klärt, wenn Frei schon kneift. Vielleicht kommt dann ja noch was von Wüst und Rhein.

Die CDU ist nur noch einen Schritt vom Abgrund entfernt

https://taz.de/Landtagspraesidentenwahl-in-Magdeburg/!6219557/


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thoenix
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(@thoenix)
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@truck676

Merz wird seine betriebswirtschaftlichen 'Reformen' machen, ohne Rücksicht auf die Bevölkerung und möglichst ohne Änderungen. Also weiter wie bisher, und den Leuten etwas anderes erzählen. Er ist jetzt schon verbrannt (wahrscheinlich merkt er das noch nicht einmal selber) und wird während seines stoischen 'weiter so' verglühen.

@HerrLehmann

Kaum jemand äußerte sich zum Tabubruch in Sachsen-Anhalt. Und wenn, dann stellte man sich dumm und verwies darauf, dass die Wahl schließlich geheim gewesen sei. Bundeskanzler Friedrich Merz äußert sich mal wieder nicht.

Das haben wir gestern schon selber feststellt. Dass Merz einfach schweigt, zeigt wie wenig Führungsstärke und Autorität er in der CDU hat. Nicht die Wahlergebnissen in Sachsen-Anhalt und  Meck-Pom sind so gravieren, wie das Lamentieren von Frei und das Schweigen von Merz. Das wird die CDU, mE unaufhaltsam, zerreissen, da dieser (Tabu-)Bruch gemacht wurde. Er ist nicht passiert, eingetreten oder war auf einmal da. Er wurde aktiv, bewusst und absichtlich vollzogen.

Die politische Landschaft hat sich geändert.

Merz wird zum Totengräber der CDU.


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(@herrlehmann)
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Veröffentlicht von: @thoenix
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@truck676

Merz wird seine betriebswirtschaftlichen 'Reformen' machen, ohne Rücksicht auf die Bevölkerung und möglichst ohne Änderungen. Also weiter wie bisher, und den Leuten etwas anderes erzählen. Er ist jetzt schon verbrannt (wahrscheinlich merkt er das noch nicht einmal selber) und wird während seines stoischen 'weiter so' verglühen.

Der Spiegel titelt gerade: 

Der Streit über die Pflegereform wurde zur Zerreißprobe für die Regierung,
Nach SPIEGEL-Informationen entstand in der SPD zeitweise der Eindruck, Friedrich Merz nehme notfalls einen Koalitionsbruch in Kauf.

 


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thoenix
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(@thoenix)
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Veröffentlicht von: @herrlehmann
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Friedrich Merz nehme notfalls einen Koalitionsbruch in Kauf.

Ja, so ist er halt. Dieser Typ merkt einfach gar nichts. Wenn der so weiter macht, fliegt das nicht nur ihm sondern uns allen um die Ohren. 

Seit gestern ist jedoch klar, lieber jetzt als in einem Jahr. In einem Jahr oder an Ende dieser Legislatur wird die Union bei einer Bundestagswahl einen wahrlich schwarzen Tag erleben.


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(@herrlehmann)
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@thoenix 

Im Moment denke ich nur bis zur Wahl in NRW. Und die AfD (oder wer auch immer im Hintergrund) wird sicherlich schon am Drehbuch dafür schrauben. Bis dahin muss seitens der CDU ganz dringend etwas passieren. Seitens der Sozen eigentlich auch, aber die werden vermutlich eh wieder vor sich hindämmern und ab und an ganz kämpferisch ein bisschen Aktionismus auf Demos zeigen. 


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